Meine Buch-Empfehlungen

07/2008 - Meine Sommer-Buchempfehlung

 Sommerzeit, Ferienzeit… Wohin geht es in Ihrem Urlaub? Sind Sie vielleicht auch so ein Italien-Fan wie ich? Heute möchte ich Ihnen eines meiner Lieblings-Bücher vorstellen: „Die Hügel der Toskana“.

Ferenc Máté reiste mehrere Jahre auf Segelbooten durch die Weltmeere und publizierte als Fotograf und Autor erfolgreiche Bücher und Kalender über Segelboote. In diesem Buch erzählt er von seiner Reise durch die Toskana. Von der Idee, dort ansässig zu werden, von seiner abenteuerlichen Suche nach dem geeigneten Wohnsitz und seinen wundersamen und wunderbaren Begegnungen mit Land, Sprache und Menschen…

„Draußen schien die Sonne wieder mit ganzer Kraft, die Pflastersteine dampften, die Passanten schlenderten durch die angenehme Herbstluft. Alle Türen und Fenster waren weit geöffnet, es roch nach gebratenem Fleisch und Rosmarin: Die Toskana breitete sich auf das pranzo vor, das Mittagessen mit mindestens vier Gängen. Vom Umfang kann man das pranzo mit einem Weihnachtsmenü vergleichen, nur dass es das pranzo jeden Tag gibt. Es beginnt normalerweise etwa um ein Uhr und endet, wenn der letzte Esser ohnmächtig zu Boden sinkt. Jetzt war es aber gerade erst elf Uhr, Soßen und Fleisch waren erst halbfertig,  und die Leute hatten noch Zeit, in Zweier- und Dreiergruppen auf der Straße zu stehen und ein Schwätzchen zu halten. Alte und Alte plauderten miteinander, Alte und Junge, Hunde und Katzen. Jeder unterhielt sich mit jedem – Gott weiß, worüber.“

Die einzelnen Episoden sind so vergnüglich und bezaubernd beschrieben, dass man ganz das sorglose italienische Lebensgefühl empfindet, zum Beispiel als der Autor bei einer Hausbesichtigung Immobilienmakler und Hausbesitzer plötzlich beim Pilze Suchen wieder findet…

 „Sie kamen aus dem Wald und gingen nebeneinander durch die abgemähte Wiese, heftig mit den Armen rudernd und erregt diskutierend. Ich nahm an, sie sprächen über Grundstücksgrenzen oder den Bau einer Zufahrtsstraße, doch als sie mich sahen, strahlten sie mich an, hielten Papiertüten hoch und riefen unisono: „Funghi“!“

Man ist bezaubert von dem natürlichen, ehrlichen und entgegenkommenden Vertrauen und der Gastfreundschaft der Italiener, die die neuen Nachbarn gleich mit Einzugsgeschenken überraschen und zur Familienmahlzeit einladen. Man erfährt die Eigentümlichkeiten des toskanischen Lebens bei althergebrachten Traditionen, bei der Weinernte, dem Kauf von Antiquitäten oder Trüffeln…

„Giovanni ... stand auf, verschloss die Haustür, verschwand in einem kleinen Nebenzimmer und kam mit einem verknoteten Taschentuch in der Hand zurück. Er legte es so auf den Tisch, dass wir es nicht erreichen konnten, entknotete das Tuch, zog eine Kugel aus braunem Papier hervor, öffnete sie, holte ein Papiertütchen hervor, öffnete es und schüttete den Inhalt auf das ausgebreitete Taschentuch. Ich kam mir vor wie bei einem großen Drogendeal. Und das alles wegen eines Dutzends grauer, etwa kirschgroßer Klumpen, die die Luft mit einem wuchtigen, scharfen, fast brutalen Geruch erfüllten. Giovannis Gesicht glänzte… Er berührte die Kugeln zärtlich, als ob es sich um Diamanten handelte, vorsichtig schob er sie einzeln zu uns herüber…“

Ganz zu Recht steht im Vorwort über das Buch: „Máté fängt mit liebevollem Blick die Menschen und ihre Gewohnheiten ein und erzählt seine Geschichte mit einer Begeisterung, die dazu inspiriert, sofort die Koffer zu packen und die eigenen Pläne vom Leben in der Toskana in die Tat umzusetzen!“  … Wenn’s nur erst so weit wäre!

Gerade entdeckte ich, dass im September 2008 ein neues Buch von Máté erscheint: „Ein Weinberg in der Toskana“

... und unter www.matewine.com  gibt es die Weine dazu!

01/2008 - Wishcraft – Vom Wunschtraum zum erfüllten Leben

Vor mehr als einem Jahr haben eine freischaffende Musikerin und ich unser eigenes, privates „Erfolgsteam“ gegründet. Ein Mal im Monat treffen wir uns, um uns gegenseitig über unsere großen und kleinen Wünsche und Ziele zu berichten. Wir helfen einander, Teil-Ziele daraus zu machen, entwickeln gemeinsam Ideen (oder kennen sogar jemanden, der weiter helfen kann) und berichten uns dann über unsere Fortschritte.

Bei jedem Treffen schreiben wir ganz konkrete Dinge auf, die wir bis zum nächsten Mal geschafft haben wollen. Das hilft nicht nur, uns über unsere jeweiligen Prioritäten klar zu werden, sondern ist außerdem Ansporn, beim nächsten Treffen die selbst festgelegten Teil-Schritte umgesetzt zu haben.

Die „Erfolgsteam“-Idee stammt aus dem Buch „Wishcraft – Vom Wunschtraum zum erfüllten Leben“ von Barbara Sher. Die Autorin zeigt darin: Es ist nie zu spät ist, an der Erfüllung seiner (manchmal schon aufgegebenen) Träume zu arbeiten und das, wonach unser Herz wirklich verlangt, in unser Leben zu holen.

Vielleicht haben Sie auch schon einige lang gehegte Träume „vergraben“? Holen Sie sie wieder heraus!  In diesem Buch geht es nicht um positives Denken und nicht um "Durchhalte-Techniken", die man nach einigen Tagen ohnehin wieder aufgibt. Es zeigt machbare, praktische Hilfsmittel und Strategien, mit eigenen Schwächen (Ängste, Trägheit, …) umgehen zu lernen und sich Unterstützung für seine Pläne zu holen. So können Sie Schritt für Schritt Ihre Träume verwirklichen und dabei der Mensch bleiben, der Sie sind – ohne sich verbiegen oder verbessern zu müssen

Mir hat z. B. der Abschnitt „Wege finden“ geholfen. Früher dachte ich : ‚Ich kann keine Künstlerin sein, weil ich kein Kunststudium absolviert habe (und folglich kein Geld damit verdienen kann)’. Doch das Buch „Wishcraft“ brachte mich auf die Frage: ‚Wie kann ich Künstlerin sein, ohne ein Kunststudium gemacht zu haben?

Ich kann sehr gut und genau von Bildern abzeichnen. Meine erste Idee war also, das auszubauen. Portraits nach Fotos zu zeichnen – und damit vielleicht sogar Geld verdienen zu können. (Plötzlich fand ich noch viel mehr solcher Angebote im Internet! – Meine Idee war gar nicht so neu!)

Seitdem veröffentlichte ich im Selbst-Verlag drei eigene Kunst-Kalender über meine Stadt Freital mit einer Auflage von jeweils 200 Stück (zugegeben – mit größtenteils von eigenen Fotos abgezeichneten Bildern, aber den Leuten gefielen sie). Ich hatte sogar meine erste eigene Ausstellung und kam in die Zeitung! – Was für ein toller Erfolg für mich! (Schauen Sie doch mal auf meiner Website www.margot-avemark.de !)

Inzwischen male ich viel mehr und habe eine kleine Gruppe gefunden, in der ich bei einem freischaffenden Künstler fast privaten Mal-Unterricht erhalte. Ich versuche, meinen Stil zu finden, und gerade fängt ein neues Projekt in meinem Kopf an zu sprießen: ein eigenes Buch mit Texten und Bildern über Italien.

Zum Buch „Wishcraft“ wird auch ein deutscher Newsletter herausgegeben, über den ich meine „Erfolgsteam“-Freundin damals kennen gelernt habe.

10/2007 - Allein erfolgreich - Die Einzelkämpfermarke

Seltsamerweise ist es sogar für eine Werbetexterin eine der schwierigsten Aufgaben, das eigene Angebot in die richtigen Worte zu fassen. Eine neue Erkenntnis für mich war, dass man schon mit der eigenen Website Sympathie, Persönlichkeit und eigene Werte übermitteln kann. So sieht der potenzielle Kunde schon, ob die Geschäftsbeziehung "passen" könnte.

Einiges davon habe ich schon umgesetzt, anderes ist noch in Planung.

 Wer Dienstleistungen verkauft, erhält in diesem Buch bestimmt neue Anregungen für Marketing-Maßnahmen außerhalb der telefonischen "Kaltakquise", um sich aus der grauen Masse abzuheben.

 

10/2007 - Wachstumsstrategien für Solo- und Kleinunternehmer

Auf den ersten Blick scheint das Buch ein etwas "trockener Lehrstoff" zu sein, doch je mehr ich mich hinein gelesen habe, desto begeisterter war ich. Es werden nicht nur jede Menge Positionierungs-Strategien an die Hand gegeben und wie man diese für sich umsetzen kann, sondern z. B. auch: Wie kann ich mit weniger Aufwand mehr erreichen?  Wie kann ich Kundenbeziehungen langfristiger gestalten?  Wie begegne ich eigenen Ängsten und Zweifeln im Job? Herausgekommen ist für mich eine ganze Liste neuer Ideen, die ich nach und nach umsetzen will.

Ich hätte mir gewünscht, das Buch schon eher gelesen zu haben. Für Existenzgründer ein toller Leitfaden!

 

10/2007 - Das Leuchtturm-Prinzip - Wie Sie die richtigen Kunden gewinnen

Das Buch habe ich mir vor ca. vier Wochen gekauft, sofort angefangen zu lesen, meine Liste vom "perfekten Kunden" aufgeschrieben, und seitdem haben drei neue Auftraggeber (ohne mein Zutun!) zu mir gefunden! Ob's "perfekte" - dauerhafte Kunden werden, wird sich noch heraus stellen. Doch ich kann sagen: Bei mir hat's bisher funktioniert! (Dafür übernehme ich natürlich keine Garantie!) Es könnte was dran sein, dass man tatsächlich die richtigen Kunden "anziehen" kann! Ich werde die Sache weiter verfolgen.

 

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